Referenzprojekte

erfolgreich arbeiten


Wir lieben unsere Arbeit und sind stolz auf unsere Ergebnisse - hier finden sie eine Auswahl an Projekten, die uns fachlich herausgefordert und planerisch inspiriert haben.

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B 101 Freiberg (LK Mittelsachsen)

Fledermauserfassung Straßenbau

Auftraggeber:
Landesamt f. Straßenbau (LaSuV)
Zeitraum:
seit 2016

Zur besseren Anbindung der Stadt Freiberg an das Autobahnnetz im Freistaat Sachsen soll die B 101 nördlich der Stadt auf einer Länge von etwa 10 km ausgebaut werden. Neben Siedlungen werden dabei auch Waldflächen (Fürstenwald, Zellwald) und verschiedene Leitstrukturen im Offenland tangiert bzw. gequert. Das Gebiet nahe der Freiberger Mulde zeichnet sich durch eine überdurchschnittliche Artenvielfalt bei den Fledermäusen aus. Zudem ist es Bindeglied zwischen Sommerlebensräumen im Tiefland und Winterquartieren im Erzgebirge, sodass die ökologische Durchlässigkeit auch von überregionaler Bedeutung ist.

Unser Büro unterstützt das LaSuV daher seit 2016 in verschiedenen Planungsabschnitten bei der Bewältigung der planerischen Herausforderungen. Zur Erfassung und Konfliktanalyse für die Fledermausfauna verschiedene bioakustische Methoden und Netzfänge zum Einsatz. Aus den Erkenntnissen zu essentiellen Lebensräumen und funktionalen Beziehungen kennzeichnen wir besonders sensible Trassenabschnitte und Querungspunkte, und entwickeln konkrete Lösungsvorschläge für die jeweilige Konfliktsituationen.

Gebäudesanierung Raupenhainer Straße in Borna (LK Leipzig) & Karl-Marx-Ring in Nünchritz (LK Meißen)

ökologische Baubegleitung

Auftraggeber:
Bornaer Wohnungsgenossenschaft eG / Wohnungsgesellschaft Riesa mbH
Zeitraum:
2018 - 2019

Mehr als einen Kilometer Fassadenfugen weist ein durchschnittlicher Plattenbau Typ WBS70 mit 4 Eingängen und 5 Etagen auf. Durch den Zahn der Zeit oder auch Baumängel kommen zudem Zugänge zu wettergeschützten, frostfreien und dunklen Hohlräumen hinzu. Ein wahres Eldorado für gebäudebewohnende Fledermausarten wie Zwerg- und Mückenfledermäusen, Breitflügelfledermäusen oder Langohren. Aber auch Brutvogelarten wie Haussperling, Mauersegler oder Mehlschwalben finden am und im Gebäude ideale Brutplätze. Wohl am unauffälligsten sind die Larven der Ameisenjungfer (s.g. Ameisenlöwen) in ihren wenige Centimeter großen Fangtrichtern in feinem Substrat unterhalb der Balkone. Von den meisten dieser animalischen Untermieter bekommen die menschlichen Bewohner gar nichts mit. Kritisch wird es erst wenn durch die Montage einer Wärmeschutzdämmung Zugänge zu Fledermausquartieren oder Brutplätzen verschlossen werden könnten oder durch einen Etagenrückbau oder den Totalabriss Lebensstätten verloren gehen. Unsere Aufgabe besteht bei solchen Vorhaben zunächst in der Begutachtung des Gebäudes und der Dokumentation relevanter Befunde sowie der Erarbeitung von Maßnahmen zum Individuenschutz. Durch eine die geplanten Arbeiten begleitende ökologische Bauüberwachung werden Abschlusskontrollen durchgeführt, Arbeiten in kritischen Bereichen überwacht, ggf. Individuen geborgen und die Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen begleitet. Neben Fledermaus- und Ersatzbrutkästen an der Fassade wurden bei den oben genannten Gebäuden ebenfalls Ersatzlebensstätten für Ameisenjungfern, s.g. Ameisenringe auf Sandboden, unter Balkonen im unmittelbaren Umfeld geschaffen.

Sanierung Kirche Thierbaum (LK Leipzig)

ökologische Baubegleitung

Auftraggeber:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Schwarzbach/Thierbaum
Zeitraum:
2018

In einer Beschreibung von 1844 heißt es von der Thierbaumer Kirche, sie sei „… uralt und klein. Die Zeit ihrer Erbauung ist unbekannt.“ Trotzdem oder vielleicht grade deswegen konnten wir in einer ersten Begutachtung Quartiere der Fledermausarten Breitflügelfledermaus, Bartfledermaus und Braunes Langohr sowie diverse Haussperlingsbrutplätze und einen regelmäßige Nutzung des Schleiereulennistkastens nachweisen. Im Zuge der 2018 durchgeführten Sanierungsmaßnahmen am Dach sowie an der Fassade der Kirche wurden die durch hochfrequent konzipierten Maßnahmen zum Erhalt der Lebensstätten bzw. zur Schaffung von geeigneten Ersatzquartieren umgesetzt. So wurden 9 Fledermausersatzquartiere in unterschiedlicher Dimensionierung und Innenraumgeometrie sowie 10 Ersatzbrutplätze mit Eignung für die Arten Haussperling und Mauersegler montiert. Auch der Schleiereulenkasten wurde erneuert und in optimaler Ausrichtung positioniert. Im Jahr 2019 erfolgt durch hochfrequent das Erfolgsmonitoring der Kompensationsmaßnahmen.

Erneuerung Kreuzungsbauwerk Bhf Großkorbetha (Burgenlandkreis)

Reptilienkartierung

Auftraggeber:
Maaß Consult
Zeitraum:
2018

Im Bereich des Kreuzungsbauwerks am Bahnhof Großkorbetha sollen Gleiserneuerungsarbeiten durchgeführt werden. Um Auswirkungen des Vorhabens und damit die Veränderung des Lebensraums auf geschützte Arten wie Reptilien, Amphibien, Fledermäuse und Brutvögel bewerten zu können, erfolgte durch hochfrequent auf den geplanten Baufeldern, BE-Flächen und Zufahrten sowie dem Kreuzungsbauwerk eine Präsenzfeststellung zur Ermittlung von Kernlebensräumen bzw. zu einer vorhandenen Lokalpopulation und deren Zustand/Größe. Besonderes Augenmerk lag auf der Art Zauneidechse. An Hand der Ergebnisse erfolgte eine Eingriffsbewertung sowie die Erarbeitung von Vermeidungs-, Minimierungs-, Kompensations- und CEF-Maßnahmen.

LSG „Spreeniederung“ (LK Bautzen)

Fledermauserfassung für LSG-Erweiterung

Auftraggeber:
Rana - Büro für Ökologie und Naturschutz
Zeitraum:
2018

Die Grenzen des Landschaftsschutzgebiets „Spreeniederung“ nördlich von Bautzen sollen neu definiert werden. Für die Erfassungen von Fledermausvorkommen und -aktivitäten wurde eine Kombination aus systematischen bioakustischen Untersuchungsmethoden, Netzfängen und Telemetrie an Individuen besonders wertgebender Arten angewandt. Zudem fanden Einzelbegehungen zur Habitatstrukturanalyse und zur Erfassung des Quartierpotentials in ausgewählten Teilflächen statt. Durch hochfrequent konnte das bekannte Artspektrum um die Art Mopsfledermaus erweitert werden. Zudem gelangen erstmals sichere Reproduktionsnachweise der Art Rauhautfledermaus im Gebiet. Besonders gefreut hat uns zum einen der Fang, die Telemetrie sowie die nächtliche Verfolgung eines Grauen Langohres, welches uns sicher an seinen Koloniestandort führte. Dieser Umstand ist etwas Besonderes, da der letzte Nachweis dieser Art im Untersuchungsgebiet bereits über 20 Jahre zurückliegt. Wegen der starken Bindung an Gebäudequartiere ist die Art wegen der Sanierungstätigkeit seit einigen Jahren sehr stark unter Druck geraten, und gilt in Sachsen aktuell als Art mit vordringlichem Schutzbedarf. Zum anderen konnten wir ein Jungtier der Art Großes Mausohr bis in eine Entfernung von 14 km zum Netzfangstandort verfolgen. Anstelle eines zu erwartenden Fundes in den bekannten Quartieren wurde jedoch ein bislang in einschlägigen Veröffentlichungen nicht dokumentiertes Wochenstubenvorkommen mit zwei Quartieren lokalisiert. Die Art ist wegen ihrer bioakustischen Ökologie sehr stark auf konnektive Landschaftselemente zur Anbindung der Quartiere (Gebäude, Bunker, höhlenreiche Waldbestände) an Nahrungshabitate angewiesen. Das geplante LSG nimmt mit den vorhandenen Gewässern und Altbaumbeständen dabei nachweisliche eine zentrale Rolle in der Region ein.

FFH-Gebiet „Annaburger Heide“ (LK Elbe-Elster)

Fledermauserfassung FFH-Managementplanung

Auftraggeber:
Rana - Büro für Ökologie und Naturschutz
Zeitraum:
2018

Teile der militärischen Übungsflächen in der „Annaburger Heide“ mit mehreren großen Offenlandbereichen werden vom gleichnamigen FFH-Gebiet erfasst. Der Wechsel von Offenland- und Waldhabitaten führt dazu, dass u.a. für Fledermausarten optimale Lebensräume vorhanden sind. Aktuell erfolgt die Planung für Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen und eine Abwägung und Ordnung der Priorität der Maßnahmen für die verschiedenen Schutzgüter. Durch hochfrequent wurden im Jahr 2018 in zwei Teilgebieten Detektorbegehungen, batCorder-Erfassungen, Netzfänge und Telemetrie zur Quartierermittlung an FFH-Anhang-II-Arten durchgeführt. Zur Ermittlung der Koloniegröße erfolgten zudem Ausflugszählungen. Durch unsere Arbeit konnte der Kenntnisstand zur lokalen Fledermausfauna um die Arten Großes Mausohr, Wasserfledermaus, Zwergfledermaus und Rauhautfledermaus erweitert werden, sodass nun von mind. 13 Fledermaus-Arten für welche das FFH-Gebiet eine spezifische Bedeutung hat, ausgegangen werden kann. Im Besonderen ist die Mopsfledermaus zu nennen, für die erstmal ein Reproduktionsnachweis von gleich zwei Kolonien im Gebiet erbracht werden konnte.

Sanierung Westwehr Burg Gnandstein (LK Leipzig)

ökologische Baubegleitung

Auftraggeber:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB)
Zeitraum:
2018 - 2019

Die Burg Gnandstein im Kohrener Land gehört zu den besterhaltenen romanischen Wehranlage in Sachsen. Für den Erhalt dieser Anlage sind immer wieder Sanierungsmaßnahmen notwendig – so auch an den Stützmauern der Westwehr im Jahr 2018/2019. Nicht nur wegen der angrenzenden FFH-Gebiete „Wyhraaue und Frohburger Streitwald“ sowie „Stöckigt und Streitwald“, sondern vor allem weil die Kelleranlage der Burg ein Winterquartier für diverse Fledermausarten wie Mopsfledermaus, Zwerg- und Breitflügelfledermaus, Braunes und Graues Langohr darstellt (Natura2000-Gebiet „Separate Fledermausquartiere in Mittel- und Nordwestsachsen“) führte hochfrequent eine Potential- und Konfliktanalyse bezüglich der Auswirkungen der geplanten Arbeiten durch. Im Rahmen dieser Erfassungen wurden auch Fledermaus-Quartiere und Brutplätze im Bereich der Stützmauern sowie betroffene Biotopflächen erfasst. Im Vorgriff der Arbeiten konnte unter Anleitung von hochfrequent eine zum Abriss vorgesehene Kelleranlage als Fledermauswinterquartier gesichert und optimiert werden. Zudem begleiten wir die Sanierungsmaßnahmen als ökologische Baubegleitung und setzten in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und den ausführenden Firmen Minimierungs- und Kompensationsmaßnahmen um. Nach Abschluss der Arbeiten im Sommer 2019 werden in der Stützmauer ca. 40 Quartiere für Fledermäuse und Brutplätze für Nischen- und Höhlenbrüter entstanden sein.

B 107n Chemnitz (LK Mittelsachsen)

Fledermauserfassung

Auftraggeber:
FÖA Landschaftsplanung GmbH (Trier)
Zeitraum:
2017

Für den Autobahnzubringer zur BAB 4 östlich von Chemnitz führten wir in 2017 in Zusammenarbeit mit der FÖA Landschaftsplanung GmbH bereits in der frühen Planungsphase der Linienfindung detaillierte Untersuchungen zu möglichen Auswirkungen einzelner Varianten auf die Fledermausfauna durch. Mit der Kombination aus Bioakustik (Detektor, batCorder), Netzfängen und Telemetrie konnte eine Reihe relevanter Arten inkl. Lokalisation der Wochenstubenquartiere im Umfeld erfolgen. Dazu gehörte auch die in Sachsen bislang als ausgesprochen selten geltende Nymphenfledermaus, zu deren Verbreitungsgebiet wenig bekannt ist. Neben den vorhabenspezifischen Daten konnten daher auch wichtige neue Erkenntnisse zur Quartierökologie und Raumnutzung dieser Art gesammelt werden.

B 174 OU Hohndorf (LK Erzgebirgskreis)

Fledermauserfassung Straßenbau

Auftraggeber:
MAAβ CONSULT - Büro für Umwelt-, Stadt- und Infrastrukturplanung (Leipzig)
Zeitraum:
2016

Linienfindungen für den Neubau von Verkehrswegen stellen die Beteiligten in Gebirgslandschaften vor besondere Herausforderungen. Der Freistaat Sachsen plant in einer solchen Geländesituation momentan die Verlegung der B174 aus der Ortslage Hohndorf heraus. Im Zuge der Linienfindung/Variantenentscheidung haben wir hierzu im Jahr 2016 Untersuchungen zum Artenspektrum und zu Nutzungsintensitäten vorab identifizierter Leitstrukturen und Lebensräume vorgenommen (Bioakustik mit Detektor und batCorder, Sichtbeobachtungen, Habitatstrukturanalysen). Dabei wurden wichtige Hinweise für die später voraussichtlich notwendige Gestaltung herausgearbeitet und eine Vorzugsvariante aus fledermausfachlicher Sicht vorgeschlagen.

B 102 OU Premnitz – Rathenow (LK Havelland)

Fledermauserfassung Straßenbau

Auftraggeber:
FÖA Landschaftsplanung GmbH (Trier)
Zeitraum:
Mai-September 2016

Für den Neubau der Ortsumgehung Premnitz hat hochfrequent im Rahmen der Erstellung der Genehmigungsunterlagen umfangreiche Fledermauserfassungen durchgeführt. Auf Grund mehrerer Sachzwänge verläuft der geplante Trassenkorridor nahezu vollständig durch Waldlebensräume in Siedlungsnähe. Neben systematischen bioakustischen Erfassungen standen daher vor allem Netzfänge und Telemetrie zur Quartiersuche sensibler Arten wir Mopsfledermaus, Graues Langohr und Fransenfledermaus im Mittelpunkt.

FFH-Monitoring im Freistaat Thüringen

Fledermauserfassung

Auftraggeber:
Stiftung FLEDERMAUS (Erfurt)
Zeitraum:
2016 - 2017

In den Jahren 2016 und 2017 hatte unser Büro die Möglichkeit, beim Landesmonitoring für FFH-Waldfledermausarten im Freistaat Thüringen mitzuwirken. Im ca. 1.500 ha großen „Leinawald“ bei Altenburg führten wir dazu über zwei sommerliche Aktivitätsphasen hinweg 30 Netzfänge durch und lokalisierten per Telemetrie 14 Wochenstubenquartiere der Mopsfledermaus. Unter den insgesamt knapp 600 gefangenen Tieren konnten mit der Netzfangmethode zudem 12 weitere Arten wie Nymphenfledermaus, Kleinabendsegler oder Große Bartfledermaus für das FFH-Gebiet sicher erfasst werden. Die Daten fließen nachfolgend in die Bewertung der aktuellen Erhaltungszustände der Arten im Bundesland ein. Auch sollen so Hinweise für notwendige Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen gesammelt werden.

Sanierung der FGL 113, 202, 212 und 301 (Land Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen)

Naturschutzfachliche Begleitplanung und ökologische Baubegleitung

Auftraggeber:
PLE Pipeline Engineering GmbH (Berlin)
Zeitraum:
2014 - 2015/ 2017

Durch die ONTRAS Gastransport GmbH erfolgten Sanierungsarbeiten an mehrere Maßnahmepunkten der Ferngasleitungen 113, 202, 212 und 301. Unser Büro erarbeitete hierfür die naturschutzfachlichen Begleitplanungen mit Hinweisen und Schutzmaßnahmen für die betroffenen Arten (Reptilien, Feldhamster, Brutvögel, Insekten) sowie den betroffenen Schutzgebieten (u.a. FFH, SPA, NSG, Biosphärenreservat). Im Zuge der ökologischen Baubegleitung arbeiteten wir eng mit den Behörden und Baufirmen vor Ort zusammen um die erforderlichen Maßnahmen (Einhaltung Bautabuzonen, Einrichtung Reptilien-/Amphibienschutzzaun, Herstellung Ersatzlebensräume Zauneidechse, weitere Kompensationsmaßnahmen) zielführend umzusetzen.

Gewerbegebiet Borna-Ost, Kompensation

Planung u. Bauüberwachung bei Habitatneuschaffung und -aufwertung

Auftraggeber:
Stadtverwaltung Borna (Borna)
Zeitraum:
seit 2015

In unmittelbarer Nähe zur aktuell im Bau befindlichen A72 Leipzig – Chemnitz hat die Stadt Borna per B-Plan ein Gewerbegebiet eingerichtet. Neben der Voruntersuchung zur Artengruppe Fledermäuse hat hochfrequent bei diesem Projekt federführend die Akquise, Ausführungsplanung und Umsetzungsbegleitung für flächige Kompensationsmaßnahmen übernommen. Dabei konnten Ackerflächen östlich von Borna für Strukturoptimierungen in Form von Heckenpflanzungen und Waldsaumgestaltungen gewonnen werden. Diese Elemente dienen vor allem der Vernetzung von bestehenden Waldflächen und der Schaffung von Lebensräumen für Feldflurarten. Auch sind Strukturelemente für Reptilien und Kleinsäuger installiert worden, um den ökologischen Wert der Maßnahmen zu maximieren.

Ausbau B170 b. Bannewitz (Stadt Dresden)

Ökologische Baubegleitung

Auftraggeber:
Planernetzwerk Pla.net (Kemmlitz)
Zeitraum:
Januar – Oktober 2015

Im Zuge des Ausbaus der B 170, Abschnitt 2 in Bannewitz bei Dresden wurden durch unser Büro die betroffenen Flächen auf artenschutzfachliche Belange geprüft. Zudem betreuten wir die notwendigen Gehölzfällungen zur Vermeidung von Störung oder Tötung von Fledermaus- und Vogelarten sowie von geschützten xylobionten Käfern. Für die Kompensation der beseitigten Lebensstätten erarbeiteten wir entsprechende Maßnahmen und setzten diese in unmittelbarer Nähe zum Plangebiet um (Ausbringung von neun Ersatzlebensstätten für Fledermäuse sowie die Herrichtung eines ehemaligen Eiskellers als Fledermauswinterquartier im Nöthnitzgrund). Im Weiteren wurden durch uns insgesamt sieben Nester der geschützten Kahlrückigen Waldameise aus dem Baufeld umgesiedelt und die Etablierung am neuen Standort betreut.

Wohngebiet Delitzsch-Nord (LK Nordsachsen)

Artenschutzfachliche Projektbegleitung bei Abbruch von Plattenbauten

Auftraggeber:
Wohnungsbaugenossenschaft “Aufbau” eG & Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch mbH (Delitzsch)
Zeitraum:
seit 2015

Auf Grund zunehmenden Leerstandes werden im Stadtteil Delitzsch-Nord sukzessive Wohngebäude in Plattenbauweise abgebrochen. Da solche Gebäude auch regelmäßig von geschützten Vogel- und Fledermausarten als Lebensstätte genutzt werden, müssen vor dem Abbruch Untersuchungen zum Bestand und zu möglichen Beeinträchtigungen durchgeführt werden. Seit mehreren Jahren begleiten wir diese Maßnahmen aus artenschutzfachlicher Sicht, prüfen Gebäude, Kontrollieren die Besiedlung vor den jeweiligen Abbrucharbeiten und planen geeignete Maßnahmen zur Schaffung von Ersatzlebensstätten. Dank der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit den zuständigen Wohnungsbaugesellschaften konnten im Stadtgebiet von Delitzsch so bereits zahlreiche neue Nist- und Quartiermöglichkeiten installiert werden. Typischen Kulturfolgern wie Mauersegler, Haussperling, Breitflügelfledermaus oder Zwergfledermaus wird damit ein Vorrat an geeigneten Habitaten geboten.

Sanierung Kirchen Land Brandenburg

Begutachtung u. ökologische Baubegleitung

Auftraggeber:
diverse Kirchengemeinden
Zeitraum:
seit 2015

Historische Gebäude und Fledermäuse gehören für viele Menschen einfach zusammen. Grade bei der Sanierung von Kirchen besteht daher die Gefahr der Störung aktueller Vorkommen bzw. der unbewussten Verletzung oder Tötung von Individuen. Zudem können Lebensstätten geschützter Arten teilweise oder vollständig beseitigt werden. Seit 2015 begleitet das Büro hochfrequent die Sanierung und Umbauarbeiten u.a. an den Kirchen Dollenchen, Rückersdorf, Finsterwalde-Süd, Guhno und Frankena im Bundesland Brandenburg. Hierbei erfolgte zunächst die Erstellung der artenschutzfachlichen Gutachten mit den entsprechenden Empfehlungen zur Eingriffsvermeidung/-minimierung in Bezug auf die vorkommenden Fledermausarten. Des Weiteren hat hochfrequent die Baumaßnahmen naturschutzfachlich begleitet (Umsetzung der Auflagen Naturschutzbehörde) und Quartieroptimierungsmaßnahmen wie z.B. die Schaffung artgerechter Einflüge an Schalluken, die Montage von Fledermauseinfluggauben, die Herstellung wärmebegünstigter Hangplätze mittels HWL-Platten durchgeführt.
Die Wirksamkeit der genannten Maßnahmen werden durch eine Erfolgskontrolle bzw. ein projektbegleitendes Monitoring überprüft. Im Rahmen des Monitorings werden vor allem die Funktion der neu geschaffenen Habitatstrukturen, deren Nutzung und Besiedlung durch Individuen der betroffenen Arten, die Entwicklung der Population und die Entwicklung des Umfeldes überwacht. Unter anderem kamen hier so genannte „Lichtschranken mit Fotofallen“ zur Überwachung der Einflüge zum Einsatz.

FFH-Feinmonitoring Fledermausarten Sachsen

Monitoring Sommer- und Winterquartiere, Methodenscreening

Auftraggeber:
NABU Landesverband Sachsen, Leipzig / Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (Radebeul)
Zeitraum:
seit 2013

In Zusammenarbeit mit dem NABU hat hochfrequent die Möglichkeit, aktiv am Feinmonitoring für Arten der FFH-Richtlinie in Sachsen mitzuwirken. Die jährlich erhobenen Daten dienen zur Einschätzung der Bestandsentwicklung und zur Bewertung des Erhaltungszustandes der einzelnen Arten. Dazu kontrollieren wir im Nordwestsächsischen Raum Sommerquartiere in 17 Fledermaus-Kastenrevieren, erheben Daten zu Besatz und Koloniegrößen in 13 Gebäudequartieren und überwachen die Nutzung von 4 bedeutenden Winterquartieren. Neben der Sichtbeobachtung kommen dabei auch aktuelle Methoden wie Lichtschranken-/Fotofallenuntersuchung zum Einsatz. Darüber hinaus unterstützen wir die BfUL beim Methodenscreening für den Aufbau eines bioakustischen Messnetzes zur dauerhaften Datenerhebung zu Fledermausaktivitäten in wertgebenden Lebensräumen.

Windpark Rehfeld b. Torgau (LK Nordsachsen)

Monitoring Fledermausfauna

Auftraggeber:
Regioplan -Ingenieurbüro für Landschaftsplanung, Regionalentwicklung und Geoinformation (Weißenfels)
Zeitraum:
2015-2018

Der Windpark Rehfeld bei Torgau befindet sich in einer vergleichsweise waldreichen Landschaft östlich der Elbe, die für kollisionsgefährdete Fledermausarten sowohl Fortpflanzungslebensräume als auch wertgebende Rast- und Paarungsgebiete während der saisonalen Migration darstellen. Um erhebliche negative Auswirkungen auf diese Arten abzuschätzen und entsprechende Betriebsmodi der Anlagen zu erarbeiten, führt hochfrequent seit 2015 ein mehrjähriges Monitoring im Windgebiet durch. Mehrere Anlagen sind hierzu mit automatischen Ultraschallaufzeichnungsgeräten zur dauerhaften Überwachung von Fledermausaktivitäten auf Höhe der Rotoren ausgestatten, um daraus sensible Zeitabschnitte und Witterungsbedingungen abzuleiten. Außerdem finden regelmäßige Netzfänge im Gebiet statt, um Präsenz und Status konfliktträchtiger Arten zu untersuchen und die Tiere individuell zu markieren.

Tagebau Profen, Abbaufeld Domsen (Burgenlandkreis)

Erfassung, Konfliktanalyse u. Monitoring Fledermausfauna

Auftraggeber:
Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (Zeitz)
Zeitraum:
seit 2014

Unser Büro hat 2014 die grundsätzlichen Bestandserfassungen für die Fledermausfauna im geplanten Abbaufeld und den naturräumlich angeschlossenen Arealen vorgenommen, um daraus eine Bewertung der voraussichtlichen Auswirkungen für die Lokalvorkommen abzuleiten. Seitdem sind wir im Rahmen der fortlaufenden Projektbegleitung für Konzeption und Umsetzung von kurz-, mittel- und langfristiger Artenschutzmaßnahmen für Fledermausarten zuständig. Dabei werden Ersatzquartiere unterschiedlichen Typs geschaffen sowie umliegende Lebensräume gezielt aufgewertet und vernetzt. Gleichsam überwachen wir die Reaktion der Lokalvorkommen auf den Landschaftswandel im Rahmen eines begleitenden Monitorings und führen Lenkungsmaßnahmen in Richtung der angestrebten Zielhabitate durch.

Neubau Wasserspeicherkraftwerk Leutenberg/Probstzella (LK Saalfeld-Rudolstadt)

Fledermauserfassung

Auftraggeber:
Lahmeyer Hydroprojekt GmbH (Weimar)
Zeitraum:
2014 - 2015

Wasserspeicherkraftwerke sollen Energie speichern, die bei der Erzeugung aus erneuerbaren Energien nicht immer in gleichem Umfang in das Stromnetz eingespeist werden kann. Um die mit dem geplanten Bau einer solchen Anlage verbundenen Auswirkungen auf die Fledermausfauna im Thüringer Wald bei Saalfeld zu untersuchen, haben wir in den Jahren 2014 und 2015 umfassende Geländeerfassungen und Analysen zu Artenspektren, saisonalen Nutzungsmustern, Aktionsräumen und Quartieren vorgenommen. Dabei kamen Netzfang, systematische bioakustische Methoden und Funktelemetrie zum Einsatz, mit denen die Präsenz sensibler Arten und deren Jagdgebietsnutzung innerhalb der zukünftigen Speicherbecken geprüft wurde.

ehem. Kraftwerk Thierbach (LK Leipzig)

Artenschutzfachliche Projektbegleitung Kraftwerksabbruch

Auftraggeber:
Objekt Thierbach GmbH & Co. KG (Rötha)
Zeitraum:
seit 2014

Nachdem die Stromerzeugung im Braunkohlekraftwerk Thierbach bereits 1999 eingestellt und in den 2000er Jahren Kühltürme und Schornstein gesprengt worden waren, begann 2014 der Abbruch der letzten großen Gebäude (Kesselhäuser, Mittelbau und Maschinenhalle). Über die Phasen der Voruntersuchung, Abbruchbegleitung und Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen hat hochfrequent das Projekt seit 2014 artenschutzfachlich begleitet. Eine besondere Herausforderung stellte dabei der Erhalt eines Brutplatzes des Wanderfalken dar, der im Landkreis Leipzig extrem selten ist. Da diese Greifvögel auf hohe Gebäude als Nisthabitat angewiesen sind, können Ersatzmaßnahmen ohne entsprechend geeignetes (hohes) Ausweichobjekt nicht ohne weiteres durchgeführt werden. Das Brutpaar musste innerhalb kurzer Zeit daher auf einen Ersatzstandort auf einem E-Mast in der Nähe umgewöhnt werden, was letztlich auch erfolgreich gelang. Weiterhin wurden langfristig sichere Ersatzhabitate für eine große Kolonie der Mehlschwalbe sowie verschiedene Quartiertypen für Fledermausarten geschaffen.

Sanierung Turnhalle Tröbitz b. Bad Liebenwerda

Fledermausfachliche Projektbegleitung

Auftraggeber:
Amt Elsterland (Schönborn)
Zeitraum:
2013-2015

Auf Grund baulicher Schäden war für die Turnhalle in Tröbitz eine komplette Sanierung des Daches notwendig. Da das im Dachraum befindliche Reproduktionsquartier der Fledermausart Braunes Langohr nicht erhalten werden konnte, wurde ein durch unser Büro geplantes Ersatzquartier auf dem Dachbodenbereich des Anbaus hergestellt. Im Jahr 2015 erfolgte hierzu das Monitoring zum Erfolg der Artenschutzmaßnahme. Dabei wurden durch uns Besatz- und Funktionskontrollen während der Reproduktionsphase sowie die Überwachung des Innenraumklimas durchgeführt. Gleichsam wurden zur Erfassung des Lokalvorkommens weitere Quartierstandorte über Kasten- und Gebäudekontrollen, Netzfang und Telemetrie ermittelt.

Fledermaus-Winterquartier „Braukeller“ (LK Leipzig)

Planung, Bauüberwachung u. Monitoring Quartiersicherung/-optimierung

Auftraggeber:
Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- Verwaltungsgesellschaft mbH (Senftenberg)
Zeitraum:
2013-2016

Sicherere Winterquartiere sind für die heimischen Fledermausarten essentielle Lebensraumelemente. Sollte der Verschluss oder die Beseitigung eines genutzten Quartieres unausweichlich sein, dann müssen geeignete Ersatzquartiere hergerichtet werden. Im Rahmen einer Kompensationsmaßnahme für Eingriffe im Rahmen der Bergbausanierung hat hochfrequent über die Jahre 2013 bis 2016 die Sicherung und Optimierung des Winterquartiers „Braukeller Kohren-Sahlis“ beplant (Standortsuche, fachliche und bauliche Planung), die Umsetzung vor Ort betreut und über drei Folgewinter Innenraumbedingungen und Besiedlung überwacht. Das Quartier ist nach Abschluss in einem sehr guten Zustand, wird regelmäßig von mehreren Arten genutzt und ist darüber hinaus auch ein Beispiel zur Verbindung von Artenschutz und Erhalt historischer Bausubstanz.

Windpark Gibgeskuppe (Hessen)

Fledermauserfassung Windenergie im Wald

Auftraggeber:
Büro für ökologische Fachplanungen (Heuchelheim)
Zeitraum:
April – Oktober 2013

Im Zuge des UVS-Verfahrens für einen Windenergiestandort im Wald hat hochfrequent in der Saison 2013 fledermauskundliche Geländeerfassungen zu Artenspektrum sowie zu Quartieren sensibler Fledermausarten im betroffenen Waldgebiet durchgeführt. Auf Basis der mit Bioakustik, Netzfang und Telemetrie zur Quartierlokalisation erhobenen Daten bewerteten wir die Konfliktsituation und schlugen geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von Fledermauskollisionen und zum Ausgleich möglicher Lebensraumbeeinträchtigungen vor.